Direkt zum Rechner springen
/24
Subnetz Rechner
Subnetting & CIDR•6 Min. Lesezeit•8. Oktober 2026

CIDR-Subnetting-Leitfaden: Von /0 bis /32 Präfix erklärt

Meistern Sie Classless Inter-Domain Routing (CIDR). Lernen Sie, wie Subnetzmasken Netzwerke in Netz- und Host-Bits unterteilen – mit visuellen Binärformeln.

IP
Von Netzwerktechnik-Redaktion

1. Einführung in das klassenlose Routing (CIDR)

Vor der Einführung des Classless Inter-Domain Routing (CIDR) durch die RFC 1519 im Jahr 1993 wurden IPv4-Adressen in starren Klassen vergeben (Klasse A, B und C). Eine Klasse-A-Adresse bot über 16 Millionen Hosts, während Klasse B 65.534 Hosts bereitstellte. Organisationen mit einem Bedarf von nur 500 Hosts mussten daher ganze Klasse-B-Netze beantragen, was zu einer immensen Verschwendung führte.

CIDR löste dieses Problem durch variable Subnetzmasken (VLSM). Damit kann die Grenze zwischen Netzwerk- und Host-Anteil an jeder beliebigen Bitposition zwischen /0 und /32 gesetzt werden.

2. CIDR-Schreibweise verstehen (/24, /26, /30, /31)

Der Schrägstrich gefolgt von einer Zahl gibt die Anzahl der gesetzten 1-Bits in der 32-Bit-Subnetzmaske an:

3. Boolesche Algebra im Subnetting

Router berechnen Netzwerkgrenzen in Nanosekunden mithilfe binärer Bit-Operationen:

IP:          192.168.1.130  ->  11000000.10101000.00000001.10000010
Maske:       255.255.255.192 -> 11111111.11111111.11111111.11000000
----------------------------------------------------------------------
AND:         192.168.1.128  ->  11000000.10101000.00000001.10000000 (Netzwerk-ID)

Die Broadcast-Adresse wird durch bitweise ODER-Verknüpfung der IP mit der Wildcard-Maske ermittelt:

Netzwerk-ID: 192.168.1.128  ->  11000000.10101000.00000001.10000000
Wildcard:    0.0.0.63       ->  00000000.00000000.00000000.00111111
----------------------------------------------------------------------
OR:          192.168.1.191  ->  11000000.10101000.00000001.10111111 (Broadcast)

4. Praxistipps für Netzwerk-Ingenieure

  1. Zweierpotenzen verinnerlichen: 128, 64, 32, 16, 8, 4, 2, 1 bilden die mathematische Basis jedes Subnetz-Designs.
  2. Wachstumspuffer einplanen: Bei der Dimensionierung von lokalen VLANs oder Cloud-VPCs empfiehlt sich ein Puffer von mindestens 30% bis 50%.
  3. Cloud-Reservierungen beachten: AWS und Azure reservieren standardmäßig 5 IP-Adressen pro Subnetz (Netzwerk-ID, Router, DNS, Zukunftsreserve und Broadcast).
Schlagwörter:#IPv4#CIDR#Subnetzmaske#Grundlagen

⚡Bereit, Subnetze zu berechnen?

Nutzen Sie unseren interaktiven IPv4/IPv6-Subnetzrechner mit 32-Bit-Registeranalyse, CIDR-Tabellen und VPC-Planer.

Subnetzrechner Öffnen →

Verwandte Fachanleitungen