IPv6-Adressarchitektur verstehen (RFC 4291)
IPv6 bietet mit 128 Bit einen riesigen Adressraum (ca. 3,4 × 10^38 Adressen). Die standardisierte Unicast-Architektur umfasst drei Stufen:
- Globales Routing-Präfix (/48 typisch): Vom RIR/ISP dem Unternehmensstandort zugewiesen.
- Subnetz-ID (16 Bit): Ermöglicht bis zu 65.536 separate /64-Subnetze.
- Interface-ID (64 Bit): Der Hostanteil, konfiguriert via SLAAC oder DHCPv6.
Warum /64 der unverhandelbare Standard ist
Adressknappheit existiert in IPv6 nicht. RFC 4291 und RFC 4862 schreiben /64 für Endnutzer-Subnetze verbindlich vor.
SLAAC erfordert exakt diese 64-Bit-Grenze. Ein kleineres Subnetz stört Autokonfiguration und Hardware-Routing.
Punkt-zu-Punkt-Links: RFC 6164 (/127)
Für Router-Verbindungen standardisiert RFC 6164 127-Bit-Präfixe (/127), um Ping-Pong-Angriffe wirksam abzuwehren.
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